Sechswochenamt

Mit dem Tod ihrer Mutter reißt es LORE (25) den Boden unter den Füßen weg. Während ihr Inneres in einen nie dagewesen Ausnahmezustand fällt, gerät auch die Außenwelt aus den Fugen. Die Corona-Pandemie bricht aus, und ein Nebel aus Isolation und Einsamkeit legt sich über die rheinische Kleinstadt, in der die Menschen zu empathielosen Einzelkämpfern verkommen. Lore verliert den Glauben an das Miteinander.

Inmitten dessen archiviert sie das Leben ihrer Mutter für immer und ringt nach Kräften, um einen Weg der gemeinsamen Verabschiedung zu finden. Dabei muss sie sich den unterschiedlichen Formen des Trauerns innerhalb der Familie und den wie Automatismen auf sie einprasselnden Konventionen stellen.

Die Tage und Wochen verstreichen, und es scheint, dass Lore in einer absurden Symbiose mit der pandemischen Ausnahmesituation zu leben beginnt. Mit der Auflösung der Mietwohnung, in der sie noch ein letztes Mal unterkommt, wird ihr bewusst, dass sie nie mehr in das Zuhause ihrer Kindheit zurückkehren kann.

In einem letzten Kraftakt schafft sie es, allen Widrigkeiten zum Trotz, eine Verabschiedungsfeier zu organisieren. Dass diese im Schlafzimmer ihrer Mutter stattfindet, erscheint am Ende als fast logische Konsequenz von sechs Wochen Ausnahmezustand. Sechs Wochen, in denen Lore lernt, ihre Trauer zuzulassen, um nicht von ihr aufgefressen zu werden. Dass die Endlichkeit des Lebens geplant werden muss und dass es keine Antwort auf die Frage gibt: Wie trauert man richtig.

Credits & Technische Daten

Titel: Sechswochenamt
Schauspieler*In: Magdalena Laubisch, Gerta Gormanns, Lola Klamroth, Olga Prokot, Suzanne Ziellenbach, Marc Fischer, Markus Forg-Thelen, Patrick Joswig, Julia Schmitt, Wolfgang Klein, Ulrike Marx, Bettina Kaminski, Nicole Marischka, Petra Welteroth, Petra Zembka
Szenenbild: Sophie Rohm
Kostümbild: Angela Queins
Casting: Susanne Ritter, Jacqueline Jansen
Musik: Anna Kühlein
Originalton: Bernhard Joest
Sound Design: Johannes Kunz
Montage: Simon Dopslaf, Jacqueline Jansen
Beleuchter: Leroy Münch
VFX: Sebastian Nozon, Florian Ast
Farbkorrektur: Edmond Laccon
Producer*In: Elisabeth Streffer
Produzent*In: Jacqueline Jansen
Regie: Jacqueline Jansen
Drehbuch: Jacqueline Jansen
Kinostart: 18.06.2026
Genre: Drama
Produktionsland: Deutschland
Produktionsjahr: 2025
Länge: 98 Minuten
Originalsprache: Deutsch, rheinische Mundart
FSK: 0
FSK Trailer: 0
Bildformat: 1:1,66
Tonformat: 5.1
Verfügbare Medien: DCP
Verfügbare Sprachfassungen: DF

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